• Vorarlberg Ganz im Westen des Landes liegt dieses Bundesland-Kleinod mit seinen beeindruckenden Landschaften.
  • Tirol Das Bundesland mit den vielen Bergen und dem beeindruckenden Großglockner mit der Panoramastraße.
  • Salzburg Jeder denkt an Mozart und die Festspiele, doch es versteckt sich viel mehr hinter diesem Bundesland!
  • Oberösterreich Ohne Zweifel bietet dieses Bundesland einige der schönsten Straßen die es zu befahren gilt!
  • Kärnten Berge, Seen und gemütliche Leute. Das ist Kärnten wie wir es alle kennen und schätzen!
  • Steiermark Das grüne Bundesland lädt mit der steirischen Weinstrasse und der südsteirischen Toscana ein!
  • Burgenland Mit dem Neusiedlersee und dem unwiderstehlichen Weinen lädt das Burgenland stets zu einem Besuch ein!
  • Niederösterreich Entlang der Donau durch die Wachau oder durch das hügelige Alpenvorland. Immer eine Reise wert!
  • Wien Die Bundeshauptstadt glänzt mit dem ältesten Club Österreichs und weit mehr als nur Stadt!

Am vergangenen Wochenende war der Vespa Club Austria mit 5 Teilnehmern bei der 2nd German Vespa Rally vertreten.


RC Scootermania - Reinhard & Sabine Strommer
VC Wien - Wolfgang Vorst,
RV Hollabrunn Elderspring´s Scooters - Werner Ahammer & Barbara Schieder.


Trotz einem ungünstigen Rennverlauf konnten wir einige Wertungen nach Österreich holen:
Damen: 1. Platz Sabine, 3. Platz Barbara
Michelin Trophy: 10" Reinhard, Automatik Barbara
Gesamtwertung: Reinhard 8. Platz, Sabine 10. Platz

Die Freude war groß – endlich war es wieder so weit – der VespaClub von Deutschland veranstaltete vom 23. – 24. August eine Rally. Es die 2. Int. VespaRally in Deutschland – nette Leute, schöne Strecke, Kurven, und sogar  Kehren im flach geglaubten Mitteldeutschland – aber der Reihe nach….

Wir starteten zu dritt von Wien aus zu der Rally ins Bergische Land. Nachdem es doch gut 900 km von Wien sind, beluden wir unseren Bus schon am Abend vor der Abfahrt. Tags darauf starteten Barbara & Werner vom Rollerverein Hollabrunn und Wolfgang vom VespaClub Wien um 5.00 Uhr morgens Richtung Burscheid. Bei lustiger Plauderei spulten wir die Kilometer ab und waren gegen 16 Uhr in Burscheid im Bergischen Land in der Nähe von Köln. Das wir nicht die einzigen ausländischen Teilnehmer an dieser international ausgeschriebenen Rally waren, war spätestens dann klar, als wir auf der Autobahn einen Italiener mit einer Farrobasso auf dem Hänger überholten – er sollte nicht der einzige Italiener bleiben.

In Burscheid angekommen trafen wir auch schon alte Bekannte wie beispielsweise Manfred, den langjährigen ehemaligen internationalen und deutschen Sportkommissar. Das Präsidentenpaar des VCvD, Uwe und Siegried, deren Vize Tüte mit Gattin und sonst noch einige bekannte Gesichter aus der deutschen Rollerszene. Nach dem Ausladen unserer Vespas mit den neu angefertigten Roadbookhaltern checkten wir im Hotel Schützenburg ein und nahmen mal Kontakt mit den anderen Vespistis auf und vereinbarten ein gemeinsames Welcomedinner. Vor und während des Abendessens trudelten noch weitere Teilnehmer und natürlich das Veranstalterteam ein. Auch aus Österreich bekamen wir noch Verstärkung, nämlich Reinhard und Sabine vom Vespa Club Weiz – auch sie waren mit den Vespas in einem Kleinbus gute 900 km in den Kölner Raum gefahren. Da wir Ösis die Zeitmessanlage für die Veranstaltung zur Verfügung stellten, machten wir für die Veranstalter, quasi als Nachtisch nach dem Abendessen noch eine Einschulung auf die Anlage in einem der Speisesäle des Hotels. Der Tag wurde mit einem Gute-Nacht-Getränk an der Bar beschlossen…

Am Samstag, dem ersten Wettkampftag, ging es um 9.00 Richtung Startraum. Es war zwar noch trocken, jedoch waren Regenschauer für den Tag angesagt, weshalb eigentlich alle in Ihren Regensachen auftauchten. Dort angekommen holten wir uns an der ausgezeichnet organisierten Registrierung unsere Startpakete mit den Startzeiten, dem Roadbook und ein paar Aufmerksamkeiten als Welcome-Geschenk. Nach der technischen Abnahme unserer Fahrzeuge stellten wir unsere Geräte gleich mal in den Parc fermé , wo wir die Roadbooks in die neuen Roadbookhalter spulten und unsere Stoppuhren auf die Wettbewerbszeit synchronisierten. Nachdem das alles erledigt war, konnten wir uns noch bei bereitgestelltem Kaffee & Kuchen mit den anderen Teilnehmern nett unterhalten – bei einigen war schon die Anspannung vor dem Wettbewerb zu spüren – aber so soll´s ja auch sein. Pünktlich um 11.00 starteten dann knapp 30 Starter im Minutentakt in die L-förmig angelegte Startsektion und von dort, dem Roadbook folgend, direkt auf die rund 170km!!! lange Strecke.

Pünktlich zu Wettbewerbsbeginn setzte auch der Regen ein und der sollte auch fast den ganzen Tag, nur von wenigen Pausen unterbrochen, anhalten – but what shall´s – that´s  racing ;-) . Schon nach wenigen Kilometern stellte sich heraus, dass das Roadbook mit der berühmten deutschen Gründlichkeit erstellt wurde und keine Diskussionen über die Streckenführung zu ließ – großes Lob an dieser Stelle an die Veranstalter – ich weiß, was das für eine Arbeit ist. Bei der Bemessung der Zeit war es etwas anders – da musste man richtig dran bleiben. Wir merkten das daran, dass beim ersten Stempelpunkt der Streckenposten noch zu uns meinte, wir sollen uns ruhig Zeit lassen – was sich der gelernte Ösi natürlich nicht 2 mal sagen lässt und gleich mal auf einen Kaffee geht. Zurück beim Roller und dem Roadbook folgend auf dem Weg zur nächsten Zeitprüfung war nach einem Blick auf die Zeitkarte rasch klar, dass ebendiese verdammt knapp werden wird.

Der Veranstalter hatte die Rally nach der Devise „Ihr wollt´ ne Rally – Ihr kriegt ne Rally“ angelegt – was so viel heißen sollte wie – setz´ Dich auf den Roller, folge dem Roadbook und lass Dich nicht ablenken. Wir kamen zu spät beim nächsten Etappenziel an, bekamen aber aufgrund der Falschauskunft eine neue Startzeit. Bei diesem Etappenziel war auch die Mittagsverpflegung nach deutschen Snackmuster angelegt, wir verzehrten, auf einer Verladerampe sitzend, Bockwürste mit Brötchen. Ich denke, da ginge noch mehr – wir helfen da gerne mit Tipps aus. Nach dem Snack, der Himmel hatte seine Schleusen vorübergehend geschlossen, absolvierten wir ein 2. Mal den Parcours mit den Lichtschranken und setzten die Fahrt Richtung Tagesziel fort. Die Strecke führte uns durch eine schöne sanft hügelige Gegend, an einem Stausee vorbei zurück nach Burscheid. Dort angekommen ging´s für die Teilnehmer auch gleich gemäß deren Zeitkarten in den Parcours mit der Zeitnehmung. Diese Station stellte die letzte für diesen Tag dar und man merkte wie bei einigen die leichte Anspannung des Bewerbs abfiel. Der Veranstalter hatte Getränke, einen Kasten Bier, Kaffee und Kuchen zur Verfügung gestellt – es waren die perfekten Rahmenbedingungen, um mit den Vespisten die Strecke Revue passieren zu lassen, zu fachsimpeln und den mittlerweile trockenen Nachmittag zu genießen. Abgerundet wurde das Ganze noch durch einige ausgestellte neue Vespas mit denen man auf dem sehr großen Parkplatz auch seine Runden drehen konnte. Das Highlight dabei war natürlich die 946er! Anschließend ging´s dann zurück ins Hotel und alle Teilnehmer waren damit beschäftigt sich zu kultivieren, um pünktlich zum gut organisierten Abendessen zu kommen.

Bei diesem Dinner waren alle Teilnehmer mit Begleitung, sofern mitgekommen und das gesamte Organisationsteam. Die Stimmung war hervorragend und das mehrgängige Menü spitzenmäßig gut. Bei Kölsch und einem Verdauungsschnaps dauerte der Abend für die Einen etwas länger als für die Anderen….

Am nächsten Tag war das Wetter einfach nur prächtig – genauso wie es sich die Veranstaltung verdient hat. Der Start war um 9.00 – alle Teilnehmer fuhren wieder im Minutentakt durch den Parcours und dann weiter auf die 70 km lange Strecke. Die Streckenführung war fantastisch – wir waren von der Gegend, welche sich heute bei strahlendem Sonnenschein präsentierte, begeistert. Offengestanden hätten wir keine Hügeln, kleine Berge und sogar Kehren in Mitteldeutschland vermutet. Auch vom Rahmenprogramm her haben sich die Veranstalter einiges einfallen lassen, so führten sie die Strecke am Oldtimertreffen in Hilgen vorbei. Der dortige Oldtimerauflauf war absolut sehenswert und auch für die Teilnehmer des Treffens war es eine willkommene Abwechslung eine Schar von Vespafahrern zu sehen, welche akribisch genau durch eine Lichtschranke fahren.

Von dort führte die Strecke weiter zum Bergischen Dom in Altenberg. Wir hatten dort ausreichend Zeit, um den Dom und die Klosteranlage zu besichtigen. Der dort angesiedelte Zeitstempel startete für uns Teilnehmer die letzte Etappe zurück nach Burscheid, wo wir aufgrund der Streckenführung auch noch einen Blick auf Köln bekamen. Nach der Absolvierung des Zielparcours trafen sich alle Teilnehmer wieder im Hotel zum Schlussakt.

Nach einem hervorragende Buffet folgte auch schon die Siegerehrung. Gewonnen hat erwartungsgemäß ein Italiener. Die Österreicher konnten mit dem !Sieg der Damenwertung! durch Sabine Strommer vom VC Weiz und durch den Gewinn der Michelin-Sonderwertung 10" durch Reinhard Strommer und Automatik durch Barbara Schieder aufzeigen. Die Rally klang dann mit herzlichen Verabschiedungen und einigen Plaudereien aus. Wir machten uns noch am Sonntag auf zur Rückreise – spulten noch ein paar hundert Kilometer. Übernachteten im Raum Straubing und fuhren dann am nächsten Tag weiter bis Wien. Einen kurzen Stop bei Stoffi´s Garage bauten wir auch noch ein, um ein paar Ersatzteile für künftige Projekte zu bunkern. Alles in Allem ein äußerst gelungenes verlängertes Wochenende in Deutschland in einer für uns bis dahin unbekannten Gegend. Der VCvD hat eine gut organisierte VespaRally abgeliefert und das mit den Snacks wird schon noch ;-) Wir freuen uns auf die 3rd German VespaRally im nächsten Jahr!

Text: Wolfgang Vorst, Vespa Club Wien